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Geist-Muskel-Koordination

Geist Auge Koordination
Hierbei handelt es sich um eines der elementarsten Gebiete im gesamten Boxsport.
Unter dieses (eigentlich breit gefächerte) Thema fallen viele kleinere Fachgebiete.
Streng genommen gehört Hand-Auge-Koordination eigentlich auch zu diesem Themengebiet.
Somit lässt sich fast jedes Trainingselement, sei es die Beinarbeit oder die Arbeit mit den Pratzen, in dieses Gebiet einreihen.
Nichtsdestotrotz ist es definitiv einen eigenen Punkt wert, wozu später aufbauend weitere wichtige Gebiete der Koordination genannt werden sollen.


Was ist die Geist-Muskel-Koordination?


Einer der größten Fehler neben zu wenig Training ist zu viel Training. Eine Pause sorgt dafür, dass sich das zentrale Nervensystem erholt
und der Körper besser dazu in der Lage ist, koordinative Entwicklungen zu machen.

Bei einer Studie mit verletzten Profisportlern zeigte sich, dass diese im Falle einer Verletzung weit geringere
Leistungsverluste und -einbußen machten als vergleichbare Sportler unter selbigen Bedingungen.
Bodybuilder, die sich während einer Übung auf den Zielmuskel konzentrierten, hatten subjektiv bessere Trainingserfolge.
Dies geht zurück bis auf einen der bekanntesten Bodybuilder, der unter anderem
für seine revolutionären Trainingsmethoden bekannt wurde... Arnold Schwarzenegger!
Dies geht soweit, dass Studien teilweise sogar einen Trainingsfortschritt beschreiben, wenn eine Übung lediglich mental ausgeführt wird.

Im alltäglichen Leben benutzen wir dieses Phänomen stetig.
Jede unsere Taten beginnt mit einer Absicht.
Wir wollen einen Brief schreiben. → Also machen wir es.
Der einzige Unterschied tritt dabei in der Komplexität der Bewegung auf.

Wichtigkeit der Geist-Muskel-Koordination


Beispiele hierfür sind unter anderem das Diskuswerfen oder auch die im Boxen ausgeführten Schläge
So sagt die Größe der Muskeln nicht zwingend etwas darüber aus,
wie weit jemand schafft eine Kugel zu stoßen und manchmal gibt es hierbei überraschende Ergebnisse.
So spielt Kraft zwar eine wichtige Rolle, ist allerdings einzeln nutzlos.

Das Wissen um die Bewegungsausführung zusammen mit einer idealen inter- und intramuskulären Koordination
der betreffenden Muskeln ist hierbei der wichtigste Faktor, der eine leistungsstarke Bewegung erst möglich macht.
Durch eine Verbesserung eben dieser Koordination durch diverse Trainingsmethoden ließe sich beim Boxen
gezielt die Schlagkraft verbessern. Ein Beispiel für eine solche Trainingsmethode ist das Differentielle Lernen!

(siehe Video)
Dort konnte die Leistung stark verbessert werden und dies obwohl der Athlet bereits ein hohes Lernniveau besaß und sich der richtigen Ausführung vollends bewusst war.

Differentielles Lernen nutzt verschiedene Bewegungen, die alle nur einmalig ausgeführt werden. Dass Gehirn wird so gezwungen,
die unterschiedlichen Bewegungen zu vernetzen, was zu einer Verbesserung der ursprünglichen Ausführung führt.


Der Nutzen der Geist-Muskel-Koordination beim Boxen


Die Wichtigkeit dieser Komponente sollte in erster Linie erkannt werden, sodass koordinative Übungen bewusst ins Training eingebaut werden. Denn auch beim Boxen gibt es eine Reihe von Übungen, die helfen können, die Koordination zu verbessern. Wichtig ist, koordinative Übungen zu machen, während der Körper erholt ist.
Sobald man anfängt mental oder physisch zu ermüden, wird es schwierig, koordinative Fortschritte zu machen.

Gerade deshalb sollte ein koordinatives Training vor oder direkt nach einem leichten Aufwärmen geschehen

Übungen:

Es gibt mehrere Übungen, die helfen, sich besser zu bewegen und sein Muskelgefühl und seine Koordination zu steigern.

Ein Beispiel: Fluidboxing

Hierbei geht es nicht darum, die perfekte Technik auszuführen, sondern seinen Körper zu koordinieren.

Körpergefühl



Es wurde ja bereits angesprochen, dass man beim Boxen seinen gesamten Körper nutzen muss.

Übungen für das Körpergefühl sollen bewirken, schwierige Boxelemente effizienter und frei ausführen zu können.
Dies bedeutet, dass man sich zum einen darauf konzentriert, Schläge frei und intuitiv zu schlagen und zum anderen die Abfolge nicht nur nach bewährten Mustern erfolgen zu lassen.

Muster zu besitzen und diese automatisiert zu nutzen, ist im Boxen essentiell. Aber es ist ebenfalls wichtig, gerade am Anfang, Schläge frei kombinieren zu können. Nur so ist es möglich, eigene körperliche Vorteile zu ergründen und seinen eigenen Boxstil zu finden.

Die meisten Boxer handeln spätestens im Sparring nach Gefühl. Unter Stress fällt es am Anfang schwer, noch nicht vollends automatisierte Vorgänge anzuwenden. So beginnen sie zum Beispiel ihre Schläge zu schwingen und angereihte Haken zu schlagen.
Klug ist, dies bereits im Training einzuführen und den Fokus auf freie Bewegungsausführung und flüssige Abfolgen zu lenken.
Das Integrieren von Körpergefühlsübungen hat im regulären Training zwei Vorteile und Einsatzgebiete:

1. Es hilft ebenfalls dabei, die Koordination des Schlags zu verbessern.

2. Körpergefühlsübungen beinhalten meist eine geringe Intensität.
Bei Einheiten mit hohem Belastungspensum oder bei einer zyklischen Trainingsplangestaltung eignen sie sich so für „Deload-Phasen“ oder lockere Einheiten.

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