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Beinarbeit im Boxen – Der große Guide

Gleichgewicht Boxen
Seit ich meinen Youtube Channel habe, habe ich stetig direkte Rückmeldungen über die Techniken, die die meisten Sportler interessiert. Und die Verteidigung im Boxen oder das nicht getroffen werden ist eines der wichtigsten Elemente überhaupt. Schaut man sich die Fragen der Anfänger an, geht das meistens in diese Richtung.

  1. Wie kann ich Schläge parieren?
  2. Wie soll ich meiden?
  3. Wie kann ich Schläge am besten auspendeln?


Meine Antwort auf alle diese Fragen ist jedoch sehr einfach. Ich empfehle am Anfang immer lieber die Beinarbeit zu verbessern, als Manöver anzuwenden, die gefährlicher sind, jedoch das gleiche Ergebnis bringen. Die einfachste Variante ist dem Schlag durch "weggehen auszuweichen und dann wieder in die Schlagdistanz zu gehen, um selber zu kontern.

Viele halten fortgeschrittenes Boxen für eine mystische Erscheinung. Eine Art Selbstverteidigungselement, mit dem man sich problemlos verteidigen und Schläge von 40 Kilo schwereren Gegnern wegstecken kann. Allerdings beinhaltet die Defensive im Boxen nichts Geheimes und die einzige Möglichkeit, einen schweren Schlag problemlos wegzustecken, funktioniert, indem man nicht getroffen wird.

Beinarbeit stellt das optimale Werkzeug dar, mit dem dieses Ziel erreicht werden kann. Allerdings besteht eine gute Beinarbeit noch aus mehreren Faktoren.

Woraus besteht gute Beinarbeit?

Boxen ist eine hochanspruchsvolle Sportart. Sie benötigt neben Kraft und Ausdauer ein hohes Maß an Motorik. Wenn man ans Boxen denkt, verbindet man damit Schläge und Beweglichkeit im Oberkörper. Als aktuelle Beispiele denkt man an Anthony Joshua oder Wladimir Klitschko, die beide die Oberkörper eines Bodybuilders besitzen. Aber dies ist alles. Auch wenn der Schein die Aufmerksamkeit auf die Oberkörper zieht, zeichnen sich beide durch eine hervorragende Beinarbeit aus.

Es stimmt schon, dass der Einsatz der Beinarbeit immer auch vom eigenen Boxstil abhängt, aber egal wie dieser Stil aussieht: Die Beinarbeit spielt immer eine entscheidene Rolle.

Dabei geht es jedoch nicht nur um die reine Bewegung. Die Beinarbeit besteht aus mehreren Elementen, wovon die reine Bewegung mit den Beinen zwar ein großer Teil ist, jedoch die Beinarbeit auf einen zu kleinen Teil reduziert. Denn eigentlich besteht das gesamte "Footwork" im Boxen aus einer Vielzahl von Elementen.

Dazu zählen unter anderem:

  • Der grundlegende Stand
    Auch wenn das pauschal klingt, beeinflusst dies die Performance in starkem Ausmaß. Dies beginnt mit der Wahl der Auslage und geht über den allgemeinen Stand zur Stellung der Füße. Je breiter man steht, desto stabiler ist man und desto mehr kann man mit dem Oberkörper arbeiten. Je enger man steht, desto schneller und agiler ist man. Hier muss man das richtige Maß für sich und seinen Boxstil finden.
  • Der Abstand zum Gegner
    Die Distanz, die man zum Gegner hält, ist ein weiterer wichtiger Punkt. Dies ist keine feste Größe, sondern sollte im Verlaufe der Zeit immer geändert werden und teilweise auch als Mittel der Strategie variieren. Dies bedeutet, dass man bewusst nach vorne geht, um einen Angriff zu machen und dann schnell wieder die Gefahren-Zone verlässt. Zum anderen kann bei einem Angriff zurückgewichen werden und direkt im Anschluss ein Gegenangriff gestartet werden.
  • Das Ändern des Winkels zum Gegner.
    Grundlegend besteht die Beinarbeit nicht nur aus einem Vor- und Zurück, um den Abstand zum Gegner zu verändern. Genauso wichtig (wenn nicht sogar noch wichtiger) sind die Manöver, die genutzt werden, um zur rechten oder linken Seite des Gegners zu kommen, da dieser dort häufig schutzloser unseren Angriffen ausgesetzt ist.
  • Der Stand der Beine, um gezielt Kraft aufwenden zu können
    Zum einen dient der Stand der schnellen Fortbewegung, wie im ersten Punkt schon beschrieben. Zum anderen ermöglicht ein guter Stand die Gewichtsverlagerung, die nötig ist, um ausreichend Kraft in die Schläge zu setzen. In dem folgenden Video werden Übungen dafür beschrieben.

Voraussetzungen für gute Beinarbeit


All die oben beschriebenen Faktoren sorgen bei einer Optimierung für eine bessere Beinarbeit. Allerdings gibt es noch weitere Dinge, die in die Beinarbeit reinspielen. Denn wenn ich nicht sehe, was der Gegner vorhat, dann weiß ich nicht, wie ich zu handeln habe. Basierend auf den bereits genannten Formen werde ich daher versuchen eine gewisse Anzahl an Fähig- und Fertigkeiten zu nennen, die benötigt werden, um eine gute Beinarbeit überhaupt erst zu ermöglichen!

  • Kraft und Schnellkraft
    Dies wird vermutlich keinen überraschen. Keiner kann sich einen Sprinter vorstellen, der schwache Beine hat. In einer so auf Kraft und körperlichen Fähigkeiten basierenden Sportart wie dem Boxen, ist die Fähigkeit, sich möglichst schnell bewegen zu können, essentiell notwendig.
  • Koordinative Fähigkeiten
    Wie bereits angesprochen erfordert die Beinarbeit im Boxen ein hohes Maß an Wendigkeit . Um ein gewisses Maß an Variabilität zu haben, hilft es so, wenn man die Fähigkeit besitzt, sich gut und flüssig zu bewegen. Dies erfordert viel Training aber ist der häufigste Grund für schlechte Beinarbeit!.
  • Antizipation der Bewegungen des Gegners
    Es ist außerdem wichtig, zu verstehen, wie der Gegner sich bewegen könnte. Anzeichen hierfür sind mit etwas Erfahrung schnell zu sehen, auch da viele Boxer ihre Intentionen telegraphieren (zeigen, was sie vorhaben). Das beste Mittel, um dieses Verständnis zu schulen, ist häufig zu boxen
  • Räume und Lücken zu erkennen
    Boxer sprechen häufig von einem guten Auge. Ein gutes Auge beschreibt die Fähigkeit, zu sehen wo der Gegner sich öffnet oder wo er sich vermutlich nicht deckt. Wenn man dies erkannt hat, bietet es die Möglichkeit, sich dorthin zu bewegen um größeren Schaden anzurichten.

Die Fortbewegung im Boxen


Grundlegend gibt es drei Formen der Fortbewegung im Boxen, die die Bewegungen in grobe Charakteristika einteilen. Jede dieser Formen hat unterschiedliche Vor- und Nachteile.

Passgang:


Der Passgang ist eine Bewegungsform, bei der Arm und Bein der selben Seite gleichzeitig voran bewegt werden. Im Vergleich zum diagonalen Schritt kann man bei dieser Variante weniger Kraft entwickeln. Allerdings ist man weitaus variabler, was den Bewegungsfreiraum betrifft.
Dies wird vor allem im russischen oder kubanischen Boxstil benutzt.
Bekannte Kombination: One-Two

Diagonaler Schritt:


Beim diagonalen Schritt werden Arme und Beine entgegengesetzt voran bewegt. Hierbei handelt es sich um eine ziemlich kraftvolle Variante der Fortbewegung. Auch wenn Agilität und Wendigkeit hierbei im Hintergrund stehen, hat diese Form ihren Einsatzbereich. Häufig um starre und stabile Gegner zu "treiben". Bekannte Boxer: Mike Tyson

Sturm:


Beim Sturm handelt es sich um eine dynamische Form der Fortbewegung. Auch wenn es eher ein "sich dynamisch nach vorn bewegen ist", ähnelt es von der Ausführung einem gesprungenem Schlag. Das Einsetzen dieser Variante der Beinarbeit stellt eine Mischform dar, was Kraft und Wendigkeit betrifft und ist somit eine Variation der beiden anderen Bewegungen.

Übungen für die Verbesserung der Beinarbeit


Beinarbeit besteht wie oben schon beschrieben aus mehreren Teilaspekten. Dies ist zum Teil boxerisches Verständnis, das nur durch Boxen, speziell Partnerübungen und Sparring, erlernt werden kann. Dies beinhaltet das Gefühl für die Bewegungen des Partners. Andere Aspekte benötigen Maximalkraft und Explosivkraft oder Schnellkraft. Dies wird am besten mit einem gezielten Krafttraining ausgeführt. Denn Krafttraining muss nicht immer auf eine hohe Schlagkraft abzielen, sondern kann auch die Perfomance von Boxern allgemein verbessern.

Beinarbeit ist in erster Linie die Fähigkeit, sich gut bewegen zu können und beinhaltet ein hohes Maß an Koordinatorik und Motorik. Um diese Fähigkeiten geschickt verbessern zu können, empfiehlt es sich anzuschauen, wie andere Sportarten dies machen. Nachfolgend werde ich zwei Möglichkeiten zeigen, wie Sportler ihre Beinarbeit entsprechend gut mit traditionellen und innovativen Möglichkeiten trainieren können.

Traditionelles Training

Seilspringen ist das perfekte Mittel für die im Boxen stark benötigte Hand/Fuß Koordination. Ziel ist es, möglichst schnell und flüssig zu springen und hierbei stetig neue Bewegungen zu versuchen. Deshalb benutzen auch nur Anfänger und Leute, die nicht wissen, was sie tun, Gewichte in ihrem Seil. Das hier vorgestellte Speedrope ist das optimale Trainingsutensil.

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Innovative Methode

Die Speed Ladder bezieht die Hände zwar nicht ins Training mit ein, ist aber unschlagbar, was die Bewegung der Beine angeht. Sportler können sich Kombinationen raussuchen und diese gezielt trainieren. Damit lässt sich die Motorik unentwegt trainieren, während es nie zu Abstumpfung oder Langeweilie kommt.

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Perfekte Beispiele für Beinarbeit


Im Boxen gibt es viele grandiose Bewegungstalente. Jeder hat hierbei einen anderen Stil. Dies sind Leute wie Muhammed Ali, mit ihrem Ali Shuffle oder Sugar Ray Robinson, einer der größten Boxer, die wohl jemals gelebt haben. Aber auch heutzutage gibt es Riesen Talente im Boxen und auch dafür will ich zwei aktuelle Beispiele nennen.



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4 Kommentare

  1. Klemens Samy sagt:

    Vielen vielen Dank Darek, für den tollen Artikel.
    Hab durch deine Videos und deine Artikel mein Boxen wirklich verbessern können.
    Hab mir auch das Seil geholt gehabt. Das ist toll
    Danke für diene Artikle

  2. Ralf S. sagt:

    Gute Videos…
    Sowas wie bei Rigo und lomachenko gibt es in Deutschland leider kaum..
    Und top recherchiert alles!

  3. Jannik sagt:

    Super Artikel!
    Ich selbst hatte und habe große Probleme mit den Beinen.
    Vor allem Ausweichbewegungen nach hinten, machen mir große Probleme und dann bleibe ich stehen und bin ein einfaches Ziel.
    Witzigerweise war ich auch immer ein richtig schlechter Seilspringer, vielleicht ist es Zeit, das zu ändern!?
    Grüße Jannik

  4. Jens sagt:

    Ich danke Ihnen für den interessanten Artikel. Beinarbeit ist enorm wichtig beim Boxen. Ihre Tipps sind wirklich sehr hilfreich.
    Beste Grüße,
    Jens

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