Geist Auge Koordination
Geist-Muskel-Koordination
14. Oktober 2016
Boxen und Fitness
Boxen und Fitness – Der Kraftaspekt
21. Oktober 2016

Kondition – Wie wichtig ist Joggen fürs Boxen?

Kondition Boxen
"Ich liebe das Training. Und mache ungerne Pause. An Sonntagen, an denen ich eigentlich frei habe,
schiebe ich gerne ausdauernde Dauerläufe ein!"

Rocky Marciano


Dies spiegelt nicht nur die Einstellung des ehemaligen Weltmeisters wieder. Sylvester Stallone ging für Rocky joggen. Muhammed Ali...
Wenn es bei all denen geklappt hat, kann doch nichts falsch daran sein! Oder?
"Training macht den Meister!"

Daher wird ein hohes Pensum trainiert. Einheit für Einheit absolviert. Jedes Training macht einen besser.
Und hier beginnen die eigentlichen Fehler.

Was sagt der Aktuelle Profi Klitschko?

Was benötigen wir für die Kondition beim Boxen?


Klitschko sprach in seinem Interview die Tatsache bereits an. Laufen beansprucht andere Muskeln.
Dies ist eine Aussage, die verständlich macht, worum es geht. Besser wäre zu sagen, dass Laufen andere
Energiesysteme beansprucht.

Im Boxen arbeitet der Körper hauptsächlich anaerob. Die Anstrengung wird durch intervallartige Belastungen erzeugt.
Zur Vorbereitung auf Wettkämpfe sollte dementsprechend auch hauptsächlich im anaeroben Bereich trainiert werden.
Die Art der Belastung lässt sich am Besten durch Intervalle jeglicher Art trainieren.

Das Herz-Kreislauf System lernt auf diese Art,
erhöhten Puls schnell wieder in den Griff zu bekommen und mit erhöhten Laktat-Werten umzugehen.
Aber besitzt globales Training dann keinen Sinn?

Wird Lauftraining oder anderes Training überhaupt benötigt?


Grundsätzlich kann man sagen, dass wenn das Ziel ist, ein besserer Boxer zu werden, rein aerobes Training nicht sinnvoll ist.
Jedoch ist es auch nicht einfach als schlecht abzustempeln. Der Körper wird bei der aeroben Trainingsleistung belastet, wodurch er mit einer Reihe von Anpassungen reagiert.

Ein paar der Anpassungen können einen positiven Aspekt für das Boxen haben.

Um zu klären, ob aerobes Training, speziell "lockeres" Lauftraining, seine Berechtigung hat, muss man bei der Art der Ausführung genauer werden. Sinn und Unsinn hängen nämlich von mehreren Faktoren ab, die unter anderem folgende sind:

- Der Zeitpunkt der Ausführung
- Dem Grund des Trainings (Welches Ziel soll mit dem Training erreicht werden?)
- Dauer und Intensität (Wie häufig und lange sind die Trainingseinheiten?)

Anhand dieser Faktoren lässt sich gemeinsam mit den Vorteilen der persönliche Einsatz oder die Notwendigkeit von aeroben Trainings erklären.
Die Kapillarkapazität der Muskeln, also der Ort, wo das Herz das Blut hinpumt, kann circa vier mal soviel Blut aufnehmen, wie im Organismus vorhanden ist. Um mit dieser Belastung umzugehen, muss der Körper und speziell das cardiovaskuläre System mit diversen Anpassungen reagieren.
Zuallerst führt das Training zu einer Vergrößerung des Herzens.
Im Vergleich zu dem immensen Herzwachstum, dass durch den Einsatz diverser Steroide verursacht wird, ist dies jedoch so nicht schadhaft.
Denn zusätzlich hat aerobes Training folgende positiven Aspekte:

Eine Steigerung des Herzkammervolumens
Eine Verstärkung der Herzmuskeldicke
Die Ausbildung von Herzkranzgefäßen

Diese Faktoren führen zu einem gesteigerten Blutfluss pro Herzschlag. Für Sportler heißt das eine effizientere Durchblutung der Muskulatur.
So muss das Herz weniger schlagen, um beim Sport die selbe Leistung zu erzeugen.

All dies sind lediglich Leistungen, die das Herz betreffen. Zusätzlich passt der Körper auch andere Vorgänge durch das Training an.
Dies ist unter anderem die Fähigkeit, das Blut mit Sauerstoff anzureichen. Die dadurch gesteigerte VO²max Leistung sorgt für eine verbesserte Ausdauer und höhere Leistungsbereitschaft bei jeder Belastung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.