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Kondition für Kämpfer – Wie bekomme ich Ausdauer für einen Kampf?

Boxen Ausdauer
Nachdem ich in meinem ersten Artikel über Kondition schon darauf eingegangen bin, dass Laufen nicht unbedingt hilfreich fürs Boxen ist, möchte ich nun versuchen, das Ganze nochmal ausführlicher und mit ausdrücklichen Anweisungen und Trainingstipps zu erklären.

Zuallererst aber möchte ich erklären, dass die meisten Athleten, die über Kondition sprechen, eigentlich gar nicht Kondition meinen.
Um die Sportler in Schutz zu nehmen, muss ich aber sagen, dass dies von vielen Trainern bereits fälschlich vermittelt wird.
Wir kennen das Wort Kondition bspw. bei Krediten, wo es eine umfassende Bezeichnung ist, die viele Faktoren mit einschließt. Ebenso ist es beim Boxen. Kondition besteht nämlich aus:
Kraft
Ausdauer
Koordination
Schnelligkeit
Beweglichkeit
Für den Artikel ist das eigentlich noch nicht besonders wichtig, hilft Euch aber vielleicht, bei Euren Freunden Eindruck zu schinden.

Aber nun zur Sache!

Wie trainiere ich die Ausdauer?


Der erste Schritt, den man machen muss, wenn man sich die Ausdauer für Kämpfer angucken möchte, ist, die Art der Belastung zu verstehen. Denn die Ausdauer ist letztendlich nichts anderes als ein Wort für Energiebereitstellung.
Das bedeutet, dass wir mit dem Steigern der Ausdauer dafür sorgen wollen, dass in unserem Körper immer genügend Energie bereitgestellt ist.

Übrigens: Wenn Ihr euch nach diesem Artikel weiter damit beschäftigen wollt, dann googelt Energiebereitstellungssysteme
Wenn Ihr Energiesysteme googlet, dann kommt da halt echt fancy Mist von irgendwelchen Mystikern und Gurus, die Energie durch einen Nagel schießen...
Oder Nägel durch Energie schießen... Naja... Egal
Also, bevor ich jetzt weiter abschweife: Jeder unserer Muskeln hat nur eine Funktion...das wäre ultra lame und nutzlos, wenn wir nicht so viele Muskeln hätten.
Die einzige Funktion, die unsere Muskeln besitzen, ist, sich zusammenzuziehen oder auch zu kontrahieren.

Logischerweise

verbrauchen diese dabei Energie.
Diese Energie wird durch eine exotherme Reaktion freigesetzt.
Das bedeutet, dass dies geschieht, indem Stoffe Reaktionen durchführen, bei denen Energie freigegeben wird, die die Muskeln nutzen können.

Um das Ganze jetzt nicht zu kompliziert zu machen. Versuche ich in ein bis zwei Sätzen zu erklären, wie unsere Energiegewinnung aussieht. Wir haben ATP Speicher sprich Adenosin und 3 mal Phosphat.Jedes Phosphat-Ion ist wie eine Kleine Energiequelle, die wir beim Abspalten nutzen können. Also durch jedes mal Abspalten bekommen wir einen kleinen Energieschub. Theoretisch ließe sich auch das zweite Phosphat Ion,abspalten.

In Warheit geschieht dies aber sehr selten.
Der Grund, warum der Körper hauptsächlich auf die Energiegewinnung von ATP zu ADP zugreift ist,
dass die ATP Menge stark mit der Spannung des Muskels korreliert.
Das bedeutet, wenn der Körper zuviel Phosphat zu AMP abbauen würde, würde dies zu einem starken Spannungsabfall
bishin zur Spannungslosigkeit führen.

Aber nun genug mit der Chemie.

Die drei Energiebereitstellung unseres Körpers


Wichtiger wird es hier. Die Energiebereitstellungsysteme in unserem Körper korrelieren nämlich stark mit der Belastung und verdeutlichen
wie das Training aufgebaut sein muss.

Insgesamt haben wir drei Energiesysteme:
1. Anaerob alactacid
2. Anaerob lactacid
3. Aerob lypolytisch

Um das Ganze einfacher zu verstehen:
Aerob bedeutet; Unter Sauerstoff
Anerob bedeutet: Ohne Sauerstoff
lactacid bedeutet: Unter Milchsäureentwicklung
Alacktacid bedeutet: Ohne Milchsäureentwicklung
lypolytisch bedeutet: Lipo bezieht sich auf Fett (Ich glaube übersetzt wäre es etwas wie Fettkiller!)

Aber gut.Wir haben festgestellt, dass wir unsere Energie durch ATP beziehen.

Die Speicher für ATP, die wir im Körper besitzen sind jedoch sehr gering. So besitzen wir je nach Trainingsstand jedoch durchschnittlich 6 mMol/kg.
Das ist nicht viel. Bei hohen Belastungen, sind diese spätestens nach 1-2 Muskelkontraktionen verbraucht. (Das kann jeder ja mal beim Bankdrücken testen!

Die Anaerob Alaktacide Energiegewinnung


Klingt komplizierter als es eigentlich ist. Eigentlich heißt dies nur, dass unser Körper Energie durch den beschriebenen Prozess von ATP zu ATP gewinnt. Nachdem diese verbraucht ist, was je nach Belastung zwischen 5 und 10 Sekunden der Fall ist, kann die Energie jedoch durch Creatinphophat gesteigert werden.
Wir können nämlich 20 mMol/kg Creatinphosphat im Muskel speichern. Der Muskel kann das Phosphat-Ion abspalten, was dazu führt, dass wir diese Energiegewinnung bis zu 30! Sekunden nutzen können.
Schon wenn man drüber nachdenkt, sind die 20 mMol Kreatinphosphat eine große Menge, wenn man sie mit den 6 mMol ATP vergleicht.
Dies steigert die Leistung umgehend! Lies hierfür Supplemente für Boxer.

Die Anaerob laktacide Energiegewinnung


Hier kommen wir jetzt zur zweiten wichtigen Energieform. Denn die Ernergiegewinnung ohne Laktat kann der Körper nur 10 Sekunden durchhalten.
Für jegliche Energiegewinnung hiernach benötigt der Körper Glykogen.

Glykogen ist die im Körper gespeicherte Form der Glucose, sprich ein Zucker. Wenn man das liest, versteht man vielleicht auch, wie wichtig die Kohlenhydrate in der Ernährung. sind.

Der Körper nutzt nämlich Glykogen um 2 EInheiten ATP und Milchsäure herzustellen. Und diesen Prozess wird jeder von uns, der schonmal geboxt hat, auch schmerzlich in Erinerrung haben. Milchsäure ist Schuld daran, dass wir unsere Schultern irgendwann kaum noch bewegen können. Oder, dass uns nach einer harten Trainingseinheiten übel wird. Ach ... Eigentlich ist Milchsäure an allem Schuld
Unser Und diese bisher genannten sind diejenigen, die wir im Boxen benötigen.
Unser Training muss deshalb darauf abzielen, unsere Kraft und Leistung zu steigern, und zusätzlich, eine bessere Laktattoleranz zu gewährleisten.

Wie man das genau macht, schreibe ich im nächsten Artikel.

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